Unsere Geschichte

140 Jahre Krankenhausgeschichte. Eine heute fast unvorstellbare Zeitspanne, auf die unser Haus heute zurückblicken kann. Diese Zahl spricht vor allem für Kontinuität. Aber auch für die stetige Fortentwicklung, um unser Bestehen zu sichern, um – medizinisch gesehen – mit der Zeit zu gehen. Im Detail stellt sich unsere Krankenhausgeschichte so dar:

 

Seit 1993: Fachklinik für Geriatrie, für Altersheilkunde

Mehr als 20 Jahre erfüllt die Fachklinik nun ihren Versorgungsauftrag im Kreis Herford und auch über die Kreisgrenzen hinweg als Kompetenzzentrum für Altersfragen. Wir nehmen sowohl akut Erkrankte auf, als auch Patienten aus anderen Krankenhäusern zur speziellen akutgeriatrischen Weiterbehandlung. Durchschnittlich werden pro Jahr seit Bestehen der Fachklinik ca. 1000 Patienten in unserer Klinik versorgt.

 

Wir behandeln Sie nach den Grundsätzen der modernen Medizin unter Anwendung spezieller geriatrischer Methoden. Dabei arbeiten die Berufsgruppen Ärztlicher Dienst, Pflegedienst, Ergotherapie, Krankengymnastik, Sprachtherapie und Sozialdienst in einem Therapeutischen Team sehr eng zusammen.

 

1991: Der Schritt zur Geriatrie

Der neue Bettentrakt ist erstellt

Die veränderte wirtschaftliche Lage führt in den 80er Jahren zu Neuordnungen im Gesundheitswesen, von denen auch Enger nicht verschont bleibt: Kleine Krankenhäuser der Grundversorgung werden vom Land NRW nicht mehr gefördert. Damit ist das Haus in seiner Existenz bedroht. Um die Schließung abzuwenden wird das Krankenhaus 1991 in eine Fachklinik für Geriatrie (Behandlung von Alterskrankheiten) umgewandelt.

Dieser Schritt verläuft allerdings nicht so reibungslos wie geplant: Während der Umbauten zur Geriatrischen Fachklinik führen Planungsfehler und die geringere Belegung zu hohen Verlusten. Personelle und organisatorische Schwierigkeiten stellen sogar den Fortbestand des Hauses in Frage.

 

1966-1972: Die Modernisierung

Das Pflegehaus, das Schwesternwohnheim und der OP-Trakt sind fertig gestellt.

In den 60er Jahren kommt es zu einer regen Bautätigkeit:

1966: Einweihung eines separaten Pflegehauses für alte Menschen (Heute Matthias-Claudius-Haus)

1969: Das Schwesternwohnheim wird fertig gestellt. Auch die Krankenpflegeschule findet hier ihren Sitz.

1970-72: Da sich ein an der Kesselstraße geplanter Neubau nicht verwirklichen lässt, wird am bestehenden Gebäude ein neuer OP-Bereich errichtet.

 

 

 

1954: Die Erweiterung

Der Neubau entsteht

Am 29. Juli 1952 beschließt das Presbyterium: "Der Erweiterungsbau ... soll für insgesamt DM 205.000.- ausgeführt werden." Die Einweihung findet am 30.05.1954 statt. Damit wird nicht nur Platz für 40 neue Betten geschaffen, sondern auch ein entscheidender Schritt hin zu einem modernen Krankenhaus eingeleitet. Die ärztliche Behandlung der Patienten wird aber immer noch vom jeweiligen Hausarzt durchgeführt. Erst 1954 werden zwei medizinische Bereiche, Innere Medizin und Chirurgie eingerichtet, die zunächst im Belegarztverhältnis betrieben werden. 1958 erfolgt dann mit der Berufung eines hauptamtlichen Chefarztes der Übergang zu einem "echten" Krankenhaus.



1870: Der Beginn

1920: Gruppenbild mit Diakonissen

Im Jahre 1870 mietet die Ev.-luth. Kirchengemeinde im Männerasyl 8 Betten zur Pflege Kranker und Verwundeter an. Im Frühjahr 1872 ermöglicht die Unterstützung der Bürger den Bau eines eigenen Hauses, das am 19. Januar 1873 eingeweiht wird. Das Pflegegeld beträgt höchstens 15 Silbergroschen pro Tag. Können die Angehörigen diesen Betrag nicht aufbringen, hilft die Kirche oder die Armenkasse.

Vom ersten Tag an werden die Patienten von Diakonissen aus der Kirchengemeinde gepflegt. Eine ärztliche Versorgung findet nur bei Bedarf statt. Die Diakonisse, die das Haus leitet, ist also zugleich Hausmutter und Pflegerin.

 

Links das Urgebäude des Ev. Krankenhaus Enger und rechts das Pfarrwitwenhaus